Über den Autor

Mein Name ist Günther Sorge

Ich bin seit Jahren im (Un-)Ruhestand. Beruflich habe ich einige Stationen hinter mir:
Nach der selbstverfügten „Entlassung“ (sprich Flucht) aus der Kriegsgefangenschaft 1945 war ich ein halbes Jahr als Holzfäller im Frankenwald. Am Gymnasium in Bad Gandersheim habe ich das Abitur nachgeholt (das Kriegsabitur reichte nicht zum Studium). Anschließend habe ich sechs Monate als Galvaniseur gearbeitet, da die Zulassung zum naturwissenschaftlichen Studium wegen des numerus clausus nicht so schnell zu erlangen war. Dann war ich Angestellter in einer Versicherung, die 1952 nach Frankfurt umsiedelte. Nebenher habe ich dann an der UNI Frankfurt Betriebswirtschaft studiert, um schließlich für 30 Jahre in der Versicherung hängen zu bleiben. Schließlich war ich noch einige Jahre in der Wirtschaftsprüfung tätig. Seit 20 Jahren bin ich im vorzeitigen Ruhestand (nach Herzinfarkt und Bypass-Operation) und seitdem nur noch mit meinen vielfältigen Hobbys beschäftigt: Reisen, Foto und Film, Dampf-Lok-Fahren und (seit 20 Jahren) . . . Computer. Meine jetzige Maschine (ein AMD 2200+) ist inzwischen der achte Rechner. Der erste war ein TANDY (mit 64 KB(!) Arbeitsspeicher!), danach kamen einige ATARI, bis schließlich kein Weg mehr an den INTEL-Rechnern vorbei ging. Mit DFÜ habe ich mich schon verhältnismäßig früh beschäftigt. Zuerst mit Btx und home-banking noch über den DB 03 der Bundespost, dann mit Datex J und schließlich mit dem Internet.

Fünf Jahre lang habe ich auch eine Vereinszeitschrift herausgegeben, als Redakteur, Setzer und Layouter. Das war auch ein bißchen Nostalgie: Schon als Junge konnte ich mich für das handwerkliche Buchbinden und Buchdrucken begeistern. Buchstaben und Schriften haben mich immer fasziniert. Ich habe seitenweise Fraktur- und andere Zierschriften geübt. Da habe ich gewissermaßen wieder angeknüpft. Aber mit den Möglichkeiten, die heute der Computer und moderne DTP-Programme bieten. So schließt sich immer wieder der Kreis.

Ich lebe heute in einer kleinen Stadt an der Nordwestecke des Harzes mit einer nicht uninteressanten Vergangenheit:  Bad Gandersheim

Hier lebte vor gut 1000 Jahren im damaligen Reichsstift die Kanonisse HROSWITH, aus dem Schulunterricht bekannt als erste deutsche Dichterin, die allerdings ihre Dramen noch in lateinischer Sprache schrieb. Gandersheim wurde übrigens gegründet von Herzog Ludolf von Sachsen, dem Großvater Heinrichs I., des ersten Königs des ersten Deutschen Reiches. Von 1571 - 1573 beherbergte Gandersheim auch das vom Braunschweiger Herzog Julius hier gegründete „Pädagogium Illustre“, die Vorgängerin der Helmstedter Universität, die später in der Göttinger Universität aufging. Hätte das Reichsstift nicht ständig gegen das Pädagogium opponiert, und wäre (schon damals) das Hochwasser nicht immer wieder gewesen, wer weiß: Vielleicht wäre Gandersheim heute Universitätsstadt - so ein Klein-Tübingen? — nun man wird ja mal ein bißchen träumen dürfen, oder?

Seit den zwanziger Jahren ist Gandersheim Bad, aber eigentlich erst nach dem letzten Krieg zum richtigen Kurort geworden. Von den in den letzten 40 Jahren gebauten Sanatorien stehen allerdings inzwischen zwei wieder leer. Man hat sich allzu sehr auf das weitere Ausufern des Sozialstaates verlassen, statt sich von Anfang an auf ein zweites Bein, das der Privatpatienten, zu stellen.

Bis in die 70er Jahre war Bad Gandersheim selbst Kreisstadt. Jetzt gehört es zum Landkreis Northeim.

Heute ist die Stadt vor allem bekannt durch die Dom-Festspiele, die jedes Jahr im Sommer vor der 1100jährigen Stiftskirche stattfinden.

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